Sächsische Schweiz

Die Entstehung

Vor 140 Mio. Jahren brach ein Binnenmeer in die sich absenkende Ebene ein. Ströme spülten Sand vom Festland ein. Die dadurch entstandene, bis 600 m hohe Sandschicht versteinerte in Jahrmillionen. In einigen Perioden legten sich Tonschichten über den Sand, durch die der Sandstein in mehrere Schichten gegliedert ist. Vor 100 Mio. Jahren hob sich das Gebirge wieder und der Sandsteinblock wurde zum Festland. Die Elbe und ihr Zuflüsse tieften sich ein und es entstanden die Täler und Schluchten. Chemische Reaktionen, Erosionsprozesse, Eiszeiten sowie kontinentale Hebungen und Senkungen haben das Elbsandsteingebirge geformt.

Wie der Name "Sächsische Schweiz" entstand

Mitte des 18. Jh. wurde das Gebiet entlang der Elbe als romantisches Reiseland entdeckt, doch ein einheitlicher Name für die Landschaft war noch nicht gefunden. In dieser Zeit kamen zwei Schweizer Künstler nach Sachsen an die Kunstakademie Dresden. Sie zog es immer wieder in das Gebiet des Elbsandsteingebirges. Die Vielfalt der Formen, die hohen Felsmassive über den Ebenen, die Schluchten und Täler, die dunklen Wälder und die kleinen Dörfer haben sie sicher an die Heimat erinnert. Die Schweizer waren die ersten, die das Gebiet "Sächsische Schweiz" nannten.

1783 wurde der Name erstmals schriftlich belegt und in Wanderführern und Reisebeschreibungen verwendet. Kritiker wiesen ihn als unsachlich zurück und bestanden auf den Namen "Elbsandsteingebirge", aber ohne Erfolg. Die beiden Namen bezeichnen jedoch nicht haargenau die gleichen Gebiete. Das Elbsandsteingebirge ist geologisch begrenzt und zieht sich bis Böhmen, während die Sächsische Schweiz nicht nur geologische Inhalte aufweist, sondern auch die Kultur mit einbezogen ist.

Naturschutzgebiet

Die Bemühungen um die Erhaltung der natürlichen Gegebenheiten liefen 1956 in der Ausrufung des "Landschaftsschutzgebietes Sächsische Schweiz" zusammen. Diese Fläche umfasste 368 km². 1990 wurde im Landschaftsschutzgebiet der "Nationalpark Sächsische Schweiz" mit 93 km² errichtet. Dies war der letzte Gesetzgebungsvorgang der Regierung der ehemaligen DDR.

[Quelle: Hans Brichzin, DUMONT aktiv - "Wandern in der Sächsischen Schweiz", DuMont Buchverlag, Köln, 2001]